Abrasion + Korrosion: der doppelte Angriff der Papierfabrik
Im Zellstoff- und Papierkreislauf kommt der Verschleiß selten allein. Der Zellstoff führt Fasern und abrasive mineralische Füllstoffe — wie Kaolin und Karbonat — mit sich, die Pumpen, Rohrleitungen und Reibstellen erodieren. Zugleich arbeiten die Bleichstufen mit aggressiven Chemikalien, die Metalllegierungen von innen korrodieren. Werkstoffe, die einer Front gut standhalten, versagen meist an der anderen — das Ergebnis sind häufige Teilewechsel bei jedem Stillstand.
Technische Keramik packt beide Probleme mit einem einzigen Werkstoff an: Aluminiumoxid hat eine Härte von 9 Mohs und über 1.300 HV — der Zellstoff verschleißt es praktisch nicht — und ist inert gegenüber aggressiven Säuren, Laugen und Lösungsmitteln, ohne Korrosion und ohne das verarbeitete Produkt zu kontaminieren. Eine verschleißfeste Keramikauskleidung kann die mit Legierungen wie Ni-Hard erzielte Standzeit verzehnfachen.
Wo Keramik in Zellstoff und Papier eingesetzt wird
- Zellstoffförderung — Pumpengehäuse, Laufräder und Spiralgehäuse, geschützt gegen die kontinuierliche Erosion durch Fasern und Füllstoffe.
- Bleichlinien — Rohrleitungen und Komponenten im Kontakt mit aggressiven Chemikalien, ohne Korrosion und ohne Kontamination.
- Aufbereitung mineralischer Füllstoffe — Kaolin, Karbonat und andere Abrasive in Transport und Dosierung.
- Reibstellen — keramische Buchsen und Hülsen auf Wellen und Lagern im abrasiven Medium.
Komponenten aus unserer Fertigung
- Ausgekleidete Pumpen — Gehäuse und Komponenten von Zellstoffpumpen aus Vollkeramik.
- Keramische Rohre und Bögen — Transport von Zellstoff und Füllstoffen, Rohr und Flansch in gleicher Ausführung.
- Keramische Buchsen und Hülsen — Lager, Wellen und Pumpen mit maximaler Verschleißfestigkeit.
- Maßgefertigte Auskleidungen — Schurren, Kanäle und jede Verschleißstelle des Prozesses.
Papierfabriken zählen zu den Kunden, die mit CT-CEDUR-Komponenten arbeiten — neben Namen wie Vale, Votorantim und Braskem in anderen Bereichen der Schwerindustrie.
Werkstoff: Aluminiumoxid CT CEDUR
Für Zellstoff und Papier geht CETARCH von der Linie CT CEDUR aus — technisches Aluminiumoxid, gesintert über 1.600 °C, praktisch ohne Glasphase. Wo der chemische Angriff dominiert, ist die hochreine Formulierung CT CEDUR 99HH (99,5–99,7 % Al₂O₃) die Empfehlung; für reine Abrasion durch Füllstoffe und Zellstoff die 94HH. Das Engineering legt die Zusammensetzung auf Basis der Analyse Ihres Prozesses fest.
FAQHäufig gestellte Fragen
Widersteht die Keramik den Bleichchemikalien?
Ja. Aluminiumoxid ist unter typischen Prozessbedingungen inert gegenüber aggressiven Säuren, Laugen und Lösungsmitteln — es korrodiert nicht wie Metalllegierungen. Für die chemisch härtesten Stufen ist die hochreine Formulierung CT CEDUR 99HH die Empfehlung.
Kontaminiert die Keramik den Zellstoff oder das Papier?
Nein. Da sie chemisch inert ist, gibt die Keramik keine Rückstände ab und kontaminiert das verarbeitete Produkt nicht — ein direkter Vorteil gegenüber Metallen, die korrodieren und Partikel in den Stoffstrom abgeben.
Muss ich die bestehenden Pumpen und Rohrleitungen austauschen?
Nein. Die Teile werden nach Zeichnung oder Referenzteil Ihrer Anlage maßgefertigt — bestehende Pumpen, Rohrleitungen und Buchsen erhalten die Auskleidung oder das gleichwertige Keramikteil, ohne den Prozess zu verändern.